Donnerstag, 02 Juli 2015 / Veröffentlicht in Allgemeines

Plattform Industrie 4.0

Bereits im April dieses Jahres startete die Plattform „Innovative Digitalisierung der Wirtschaft“.

Sie ist eines von mehreren Teilen des IT-Gipfelprozesses, unter dessen Dach insgesamt neun Plattformen und zwei Foren an konkreten Projekten zur Umsetzung der Digitalen Agenda aktiv werden. FID berichtete bereits im November 2014 zur Digitalen Agenda.

Nach Staatssekretär Machnig vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, sei es das Ziel, Zugang zu vertrauenswürdigen IT-Sicherheitslösungen zu schaffen.

Er vertritt die Auffassung, dass das Erreichen von Schlüsselkompetenzen und Marktpositionen für digitale Geschäftsmodelle für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland zentral sei.

Die Plattform „Innovative Digitalisierung der Wirtschaft“ soll zu diesem Zweck:

  • innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft identifizieren,
  • die Initiative zur intelligenten Vernetzung in den Infrastrukturbereichen Energie, Verkehr, Gesundheit, Bildung und öffentliche Verwaltung voranbringen,
  • den Mittelstand als IKT-Anbieter und -Nachfrager beim Übergang in die digitale Wirtschaft stärken,
  • die junge digitale Wirtschaft unterstützen und
  • Handlungsbedarfe im Dienstleistungsbereich aufzeigen.
  • Die Plattform dient zugleich als Schnittstelle für Fragen zum Gipfelprozess und zur Verzahnung mit der Digitalen Agenda.

Die ebenfalls unter Federführung des Bundeswirtschaftsministeriums ins Leben gerufene Plattform „Industrie 4.0“ befasst sich mit der Digitalisierung der produzierenden Wirtschaft und bearbeitet Themen wie die Sicherheit vernetzter Systeme, entwickelt Handlungsempfehlungen zur Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen und ist Ansprechpartner für internationale Kooperationen mit vergleichbaren Initiativen.

Hier stieß man zwischenzeitlich auf grundsätzliche Probleme, die in einer überarbeiteten neuen Version münden sollen.

So fordert Professor Michael ten Hompel von der TU Dortmund und auch Institutsleiter des Fraunhofer IML, auf der VDI-Tagung Industrie 4.0, dass die Wirtschaft die Dinge selber in die Hand nehmen müsse.

Die Revolution falle nicht vom Himmel, sondern man müsse sie selber gestalten. Außer Gremienarbeit und Maßnahmenempfehlungen lägen bisher keine konkreten Ergebnisse vor und zudem gäbe es aktuell kein konzertiertes Vorgehen deutscher Unternehmen in Sachen Industrie 4.0.

Damit ist Nachholbedarf für den Wirtschaftsstandort Deutschland akut gegeben. Oder mit anderen Worten: Es muss Gas gegeben werden.

Informative Links zu diesen Themen finden Sie nachfolgend:

http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=718028.html

http://www.bmwi.de/DE/Themen/Digitale-Welt/Digitale-Agenda/nationaler-it-gipfel.html

http://www.plattform-i40.de/

http://www.elektroniknet.de/elektronikfertigung/strategien-trends/artikel/116855/

http://www.handelsblatt.com/technik/vernetzt/industrie-4-0-die-angst-des-mittelstands-vor-der-digitalisierung/11765808.html

 

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