Montag, 12 März 2018 / Veröffentlicht in Wirtschaftsförderung

Welche Bereiche fördert das BMWi genau?

Einige wesentliche Punkte, um Missverständnisse zu beseitigen:

  • Es wird keine unterstützende Informationstechnik wie Hardware oder Standardsoftware gefördert, sondern nur die Beratung in IT Themen und die Umsetzungsleistungen von Software gefördert!
  • Es werden Beratungs- und Umsetzungsleistungen in den Bereichen „IT Sicherheit, digitale Markterschließung und digitale Geschäftsprozesse“ gefördert – dies sind Themenbereiche, die jedes KMU mittlerweile im kurz-, mittel- oder langfristig beschäftigen sollten
  • Die Förderung ist an eine Beratungsleistung gekoppelt. Das Beratungsunternehmen, der „Zuwendungsempfänger“ ist nicht Begünstigter der De-minimis-Förderung, sondern beantragt nur für das jeweilige begünstigte Unternehmen die diesem zustehende De-minimis-Förderung.
  • Der Zuwendungsempfänger wäre ein Beratungsunternehmen, mit dem das KMU einen Vertrag abschließen würde.
  • An das Beratungsunternehmen sind bestimmte Bedingungen geknüpft: Es muss durch den BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft & Energie) als eine für das Programm befähigte Beratung autorisiert werden. Das bedeutet, entweder müsste das IT (Beratungs) Unternehmen sich für solch eine Autorisierung bewerben oder das KMU wählt ein durch das BMWi bereits autorisiertes Unternehmen.
  • Der Begünstigte darf zum Zeitpunkt der Antragstellung nicht mehr als 100 Mitarbeiter aufweisen

NICHT gefördert werden außerdem:

  • Beratungen, die ausschließlich im Zusammenhang mit dem Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen seitens des Beraters an das KMU stehen. Gleiches gilt für Beratungen, die der Entwicklung eines konkreten marktfähigen Produktes beim KMU dienen.
  • Technische sowie organisatorische Leistungen zur Erhöhung der physikalischen Sicherheit.
  • Alle Leistungen, die gegenüber „Partner-“ oder „verbundenen Unternehmen“ erbracht werden oder bei denen ein Interesse des Beratungsunternehmens an der Erzielung von Erträgen des begünstigten Unternehmens besteht.
  • Alle bereits durch andere Beihilfen der EU, des Bundes oder eines Landes als Einzelmaßnahme oder innerhalb komplexer Vorhaben geförderte oder zugesagte Leistungen in den Bereichen „IT-Sicherheit, digitale Markterschließung und digitalisierte Geschäftsprozesse“ sowie in inhaltlich verwandten Bereichn und Ausgaben für die Markteinführung.

Foto: Copyright Rainer Sturm / pixelio.de

Montag, 02 Februar 2015 / Veröffentlicht in Allgemeines

EFSI Europäischer Fonds für strategische Investitionen

Die Europäische Union ist auf Werbetour: Kommissionsvizepräsident Katainen stellte just den neuen Fonds bzw. die darin verpackte Innovationsoffensive während eines zweitägigen Besuchs in Deutschland vor.

Bei seinen Gesprächen erläuterte Vizepräsident Katainen die Notwendigkeit einer Investitionsoffensive, woher das Geld kommt, worin investiert werden soll, wie Deutschland profitieren kann und wie private Investoren sich am EFSI beteiligen können.

Das Ziel auf Seiten der deutschen Bundesregierung sei es, mit dem Investitionspaket den landesweiten Breitbandausbau anzukurbeln.

EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker sprach bereits im November 2014 bei der Vorstellung seines 315-Milliarden-Euro-Investitionsplans über die Digitalisierung Europas.

Dazu brauche Europa unter anderem „eine bessere Abdeckung durch Breitbandnetze, schnelleres Internet sowie intelligentere Datenzentren.“

Für den landesweiten Ausbau schneller Internetverbindungen in Deutschland sollen mithilfe öffentlicher Anreize 24 Milliarden Euro Privatinvestitionen generiert werden.

So steht es zumindest auf der Projekt-„Wunschliste“ des Finanzministeriums. FID Deutschland informiert auf Anfrage gerne näher zum Thema „Breitbandförderung“ in Deutschland.

Es profitieren nicht nur Unternehmen, sondern auch Kommunen von der Innovationskraft des Europäischen Fonds für strategische Investitionen!

http://europa.eu/rapid/press-release_IP-14-2128_de.htm

FID Deutschland sieht das Ziel der Werbetour und auch den „Wunsch“ der Politik hierzulande als recht ambitioniert an.

Es dürfte allerdings zweifelsfrei sein, dass die Umsetzung erneut auch die Mobilisierung der Beratungsgesellschaften, vor allem im Bereich Fördermittel, erfordert.

Ein Alleingang der Unternehmen wie auch der Kommunen ist ob der Anforderungen europäischer Förderprogramme, selbst nach Umsetzung durch die Länderprogramme, wenig ratsam.

Fördermittel, die ungenutzt bleiben bedeuten Innovationen, die ungenutzt bleiben.

http://www.euractiv.de/sections/investitionen-fuer-regionen/eu-investitionsprogramm-wer-profitiert-vom-high-speed-internet

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