Donnerstag, 17 August 2017 / Veröffentlicht in Wirtschaftsförderung

EFRE und ESF sind die zentralen Strukturfonds im Rahmen der EU Kohäsionspolitik.

EFRE ist der „Europäische Fonds für Regionale Entwicklung“.

Er verfügt über ein Budget von etwa 10.8 Mrd EUR in Deutschland. Der Hauptzweck des EFRE ist die Beseitigung von Ungleichheiten zwischen den verschiedenen EU Regionen und damit die Stärkung des wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalts in der Europäischen Union.

Je nach struktureller Entwicklung wird in der EU zwischen „Weniger Entwickelten“, „Mehr Entwickelten“ und „Übergangsregionen“ unterschieden. 50% der zuschussfähigen Ausgaben des EFRE erfolgen in stärker entwickelte Regionen, 60% in Übergangsregionen und 85% in weniger entwickelte Regionen.

Die Investitionen aus dem EFRE werden – abhängig von der Regionenkategorie – auf vier Schlüsselprioritäten konzentriert:

  • Innovation und Forschung
  • digitale Agenda
  • Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen
  • und CO 2-arme Wirtschaft.

Besonderes Gewicht legt der EFRE zudem auf die Förderung der nachhaltigen Stadtentwicklung.

Die Förderprioritäten und Budgetaufteilung werden in Deutschland länderspezifisch angepasst.

Konkrete Themen der EFRE Förderung sind:

  • Forschung und Entwicklung
  • Innovation
  • Verbesserung des Zugangs zu Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
  • Verringerung der CO 2-Emissionen in allen Bereichen der Wirtschaft
  • Anpassung an den Klimawandel
  • Erhaltung und Schutz der Umwelt
  • Förderung der Ressourceneffizienz
  • Förderung von Nachhaltigkeit im Verkehr
  • Beseitigung von Engpässen in wichtigen Netzinfrastrukturen
  • Förderung der Beschäftigung
  • Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte
  • Förderung der sozialen Inklusion
  • Bekämpfung von Armut und Diskriminierung
  • Investitionen in Aus- und Weiterbildung
  • Verbesserung der institutionellen Kapazitäten und effektive öffentliche Verwaltung.

ESF (Europäischer Sozialfond) ist ein beschäftigungspolitisches Instrument.

Hiermit wird in die Menschen und deren soziale Integration in Europa mit einem Budget von etwa 7,5 Mrd EUR in Deutschland investiert.

Durch Maßnahmen zur Vermeidung und Bekämpfung von Arbeitslosigkeit und zur Verbesserung von Arbeitschancen durch Aus- und Weiterbildung soll jeder Bürger in Europa eine berufliche Perspektive erhalten – auch bei einem zweiten Anlauf.

Arbeitslose, Arbeitssuchende, SchülerInnen, ExistenzgründerInnen sowie KMU profitieren von den Maßnahmen des ESF.

Fast 10 Mio Menschen konnten in der Förderperiode 2007-2014 durch den ESF in Beschäftigung gebracht werden.

EFRE und ESF bleiben auch zukünftig die wichtigsten Instrumente der EU. Weitere Infos…

Foto: Copyright Rainer Sturm / pixelio.de

Sonntag, 25 Juni 2017 / Veröffentlicht in Allgemeines, Beratung

In Deutschland sind 2016 über 380.000 Gründerinnen und Gründer in die unternehmerische Selbständigkeit gestartet. Startups, junge Unternehmen sowie Existenzgründungen in den Freien Berufen haben für die Volkswirtschaft eine große Bedeutung: Sie schaffen nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern fördern auch die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit in einer Sozialen Marktwirtschaft.

Für viele Gründer geht auch damit ein Traum in Erfüllung, sein eigener Chef zu sein. Allerdings kommt der Erfolg nicht allein, denn für eine Selbstständigkeit reicht nicht nur
ein überdurchschnittlicher Arbeitseinsatz allein, wichtig sind vor allem folgende Fragen, die
sich jeder Gründer stellen muss:

  • Funktioniert meine Geschäftsidee?
  • Stimmt meine Markteinschätzung?
  • Sind meine finanziellen Überlegungen realistisch?
  • Reichen meine persönlichen und fachlichen Kenntnisse?

Hier über sollten Sie auf jeden Fall mit einem Berater und danach mit Ihrer Hausbank sprechen.

Neben den unterschiedlichsten Förderungen bietet die KFW Bank spezielle Förderprogramme für Gründerinnen und Gründer an.

  • 1. ERP- Kapital für Gründung
  • 2. ERP- Gründerkredit – Start Geld
  • 3. ERP- Gründerkredit – Universell

Wichtig für die Beantragung dieser Starthilfen ist das Gespräch mit der Hausbank und die sorgfältige Vorbereitung, sich über alle Aspekte dieses Bankgespräches im Klaren zu sein.

Dazu gehören folgende wichtige Punkte:

  • 1. Der Businessplan: Intensive Arbeit mit dem Gründungskonzept bzw. Businessplan. Der Plan muss gut vorbereitet sein und „Hand und Fuß“ haben. Die Inhalte müssen bei dem Gespräch authentisch und im freien Gespräch „rüberkommen“ und dürfen keine Schwachpunkte aufzeigen.
  • 2. Kaufmännisches Wissen: Sie müssen zum Beispiel einen Kapitalbedarfsplan und einen Liquiditätsplan haben und die Zahlen müssen realistisch und nachvollziehbar sein.
  • 3. Überzeugungsfähigkeit: Sie müssen Ihren Kundenberater bei der Bank von Ihren unternehmerischen Fähigkeiten überzeugen. Dazu gehören zum Beispiel Selbstdisziplin, Überzeugungskraft, Ausdauer sowie soziale Kompetenzen. (Lebenslauf)

Bei Abschluss des wichtigen Bankgespräches wird die Bank neben den bereits mitgebrachten Unterlagen, möglicherweise noch folgendes einfordern :

  • 1. Kapitalbedarfsplan
  • 2. Liquiditätsplan
  • 3. Rentabilitätsvorschau
  • 4. Lebenslauf mit beruflichem Werdegang
  • 5. Arbeits- und Prüfungsergebnisse
  • 6. Vertragsentwürfe (für Miet-/Pacht-,Gebiet-,Leasing-,Franchise- Verträge u.a.)
  • 7. Vermögensübersicht
  • 8. Liste über Sicherheiten (z.B. Bürgschaften, Grundbuchauszüge, Kundenforderungen mit Zahlungsterminen)
  • 9. ggf. Bestätigung über eine Existenzgründungsberatung durch einen Berater

Foto: Copyright Rainer Sturm / pixelio.de

Montag, 27 Februar 2017 / Veröffentlicht in Vertriebsunterstützung, Wirtschaftsförderung

Beteiligungskapital für Existenzgründer

Das Förderprogramm Beteiligungskapital für Existenzgründer dient den Existenzgründern als Hilfestellung bei der Eigenkapitalbeschaffung.

Dabei können die Gründer, die noch keine fünf Jahre auf dem Markt bestehen das Beteiligungskapital für Beschaffung von Betriebsmitteln oder Existenzgründung nutzen. Dieses Förderprogramm befindet sich in dem Fördergebiet Bayern und es handelt sich hierbei um eine stille Beteiligung.

Die stille Beteiligung liegt zwischen 20.000 Euro und maximal 250.000 Euro. Für die Festlegung der Fördersumme wird der Bedarf der Investition und der Betriebsmittel festgelegt.

Dieses Förderprogramm ist mit anderen zinsvergünstigten Darlehensprogrammen und Eigenmittelprogrammen der KfW und der LfA kombinierbar. Die Laufzeit der stillen Beteiligung beträgt 10 Jahre, dabei erfolgt die Tilgung am Ende der Laufzeit zum Nominalwert, während der Beteiligungslaufzeit wird eine Gebühr erhoben.

Bei der Antragstellung werden die kaufmännischen und fachlichen Qualifikationen und die Angemessenheit des Eigenkapitaleinsatzes der Gründer überprüft. Der Antragsteller haftet bei der Inanspruchnahme des Beteiligungskapitals für Existenzgründer persönlich.

Weiterlesen / Quelle: http://lfa.de/website/de/foerderangebote/gruendung/foerderangebot/beteiligungskapital/index.php

 

Foto: Copyright Rainer Sturm / pixelio.de

Montag, 20 Februar 2017 / Veröffentlicht in Vertriebsunterstützung, Wirtschaftsförderung

Beteiligungsfonds für kleine und mittlere Unternehmen

Der Fonds für KMU und Existenzgründer in Schleswig Holstein ist bis zum 31.12.2022 befristet.

Hierbei werden Vorhaben in den Unternehmensphasen der Gründung, der Unternehmenserweiterung und der Nachfolgefinanzierung finanziert.

Dabei kann man zwischen zwei Arten der Beteiligungen wählen entweder der stillen oder offenen. Bei der stillen Beteiligung liegt der Förderbetrag zwischen 50.000 Euro und maximal 1 Million Euro, die Laufzeit beträgt hier 10 Jahre. Bei der offenen Beteiligung ist maximal 100.000 Euro als Minderheitsbeteiligung und bis zu 20 Prozent des vorhandenen Kapitals möglich. Die Laufzeit bei der offenen Beteiligung beträgt 7 Jahre.

Die antragstellenden Unternehmer dürfen maximal 249 Mitarbeiter beschäftigen. Hierbei sollte man die Kriterien der KMU-Klausel beachten, zusätzlich muss sich der Firmensitz oder die Betriebsstätte des Unternehmens in Schleswig-Holstein befinden.

Das Beteiligungsentgelt richtet sich nach einer bonitätsabhängigen Vergütung, dieses setzt sich aus festen und gewinnabhängigen Faktoren zusammen.

Weiterlesen / Quelle: http://www.ib-sh.de/wirtschaft-technologie/eigenkapital-erhoehen/beteiligungsfonds-fuer-kmu/

 

Foto: Copyright Rainer Sturm / pixelio.de

Montag, 24 Oktober 2016 / Veröffentlicht in Allgemeines

Programm „Gründungskapital“

Der zinsgünstige Kredit „Kapital für Gründung“ ist für junge Unternehmen, Unternehmensnachfolger oder Existenzgründer im Hauptgewerbe vorgesehen.

Dieses Darlehen bietet einen Eigenkapital-Charakter, dabei gewährt es der durchleitenden Bank eine Haftungsfreistellung von 100 Prozent. Der Antragsteller muss mindesten 10 bis 15 Prozent Eigenkapital vorweisen.

Die Maximalkreditsumme beträgt 500.000 Euro. Der Kredit kann auch für Festigungsmaßnahmen, welche innerhalb der 3 Jahre nach Geschäftstätigkeitsaufnahme gewährt werden.

Der eingeräumte Kredit kann für Investitionen, Material und Warenlager, erstmalige Messeteilnahmen oder für Kauf eines Unternehmens verwendet werden. Für Umschuldungen und Nachfinanzierungen wird der Kredit nicht gewährt.

Die Kreditlaufzeit beträgt 15 Jahre, der Zinssatz wird für die ersten 10 Jahre festgesetzt mit bis zu sieben tilgungsfreien Jahren. Der Antrag muss vor dem Vorhabensbeginn gestellt werden. Das Vorhaben muss in Deutschland stattfinden.

Eine Kombination mit anderen Förderprogrammen ist bei dem „Kapital für Gründung“ möglich, es darf nur keine Überfinanzierung stattfinden.

Weiterlesen / Quelle: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Gr%C3%BCnden-Erweitern/F%C3%B6rderprodukte/ERP-Kapital-f%C3%BCr-Gr%C3%BCndung-(058)/

 

Foto: Copyright Rainer Sturm / pixelio.de

Montag, 10 Oktober 2016 / Veröffentlicht in Wirtschaftsförderung

Startgeld für Gründer

Der ERP-Gründerkredit ist ein Kredit bis zu 100.000 Euro für KMU´s.

Diesen Kredit können Gründer und Freiberufler, die noch keine 5 Jahre am Markt sind in Anspruch nehmen. Die Antragsteller können die gewährten Mittel für Betriebsmittel, Unternehmensübernahmen, Unternehmensbeteiligungen und Investitionen nutzen.

Das Darlehen wird hauptsächlich für Existenzgründungen und Festigungsmaßnahmen beantragt.

Mindestens ein Antragsteller muss die Voraussetzungen einer natürlichen Person erfüllen. Weitere Voraussetzungen sind, dass das Vorhaben erfolgsversprechend ist und die Antragssteller über fachliche und kaufmännische Qualifikationen verfügen.

Finanziert können beispielsweise der Kauf von Grundstücken und Gebäuden, Kauf von Anlagen oder auch der Erwerb von Betriebs- und Geschäftsausstattungen.

Der Zinssatz orientiert sich an der aktuellen Entwicklung des Kapitalmarktes und ist für die gesamte Kreditlaufzeit fest. Die Modalitäten des ERP- Gründerkredits bieten tilgungsfreie Anlaufzeit zur Entlastung an.

Der Antrag muss vor Vorhabensbeginn gestellt werden. Die Haftungsfreistellung für die Hausbank beträgt bis zu 80 Prozent. Gründet man ein Unternehmen in einem Team kann jeder Gründer bis zu 100.000 Euro beantragen.

Weiterlesen / Quelle: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Unternehmen/Gr%C3%BCnden-Erweitern/Finanzierungsangebote/ERP-Gr%C3%BCnderkredit-Startgeld-(067)/

 

Foto: Copyright Rainer Sturm / pixelio.de

Montag, 01 August 2016 / Veröffentlicht in Wirtschaftsförderung

Gründungszuschuss für Arbeitslose

Arbeitslose Menschen werden mit dem Zuschuss bei dem Einstieg in die Selbständigkeit unterstützt.

Antragsberechtigt für den Zuschuss sind Existenzgründer, die beim Einstieg in die Selbständigkeit noch einen Anspruch von mindestens 150 Tage auf Arbeitslosengeld haben.

Die Existenzgründer müssten eine Stellungnahme bei einer fachkundigen Behörde (Handwerkskammern, Kreditinstitute etc.) abgeben zusätzlich müssen die Gründer über erforderlichen Fachkenntnisse zur Ausübung der selbständigen Tätigkeit belegen.

Dabei muss der wöchentliche Arbeitsumfang 15 Stunden betragen. Der Antrag wird vor der Aufnahme der Selbständigkeit gestellt.

Der Gründungszuschuss wird in zwei Phasen ausgezahlt. Die ersten sechs Monate erhält der Existenzgründer einen Zuschuss. Der Zuschuss erfolgt in Anlehnung des zuletzt bezogenen Arbeitslosengeldes.

Des Weiteren wird in den 6 Monaten zusätzlich 300 Euro gezahlt, die für die die gesetzliche Sozialversicherung vorgesehen sind.

Bei der zweiten Phase kann der Gründer für weitere neun Monate einen Zuschuss von 300 Euro monatlich zu beantragen.

Weiterlesen / Quelle: http://www.existenzgruender.de/DE/Weg-in-die-Selbstaendigkeit/Entscheidung/GruenderInnen-Branchen/Gruendung-aus-Arbeitslosigkeit/Gruendungszuschuss/inhalt.html

Foto: Copyright Rainer Sturm / pixelio.de